Zuschnitt

Das fixierte Gewebe wird am Zuschnittplatz makroskopisch untersucht. Bei PEs werden die Partikel gezählt, bei den Stanzen zusätzlich vermessen. Bei den OP-Präparaten werden Größe und bei Bedarf das Gewicht bestimmt. Alle mit bloßem Auge erkennbaren Veränderungen werden beschrieben.

In Abhängigkeit von der klinischen Fragestellung erfolgt nun die Gewebsentnahme zur histologischen Untersuchung. Kleine Präparate (z. B. Magen- und Darm-PEs, Polypen, Abradate, Haut) werden komplett eingebettet, von größeren OP-Präparaten werden repräsentative Proben entnommen. Das Restgewebe wird bis zum Abschluss der Begutachtung archiviert, so dass bei unerwarteten histologischen Befunden (z. B. Karzinoid der Appendix) eine weitere Untersuchung erfolgen kann. Die Aufbewahrungszeit für begutachtetes Restgewebe beträgt mindestens 4 Wochen.

Bei Tumorpräparaten gilt die besondere Aufmerksamkeit dem Abstand der Veränderung zum Resektionsrand. Damit eine eindeutige Befundung und eine zielgenaue Nachresektion möglich sind, ist es notwendig, dass der Operateur das Präparat markiert. Die Markierung erfolgt üblicherweise durch Nahtfäden, die durch Fadenlänge, -anzahl oder –farbe unterschieden werden können. Die Zuordnung der Markierung erfolgt auf dem Begleitschein.

Bei großen Magen- oder Darmpolypen sollte das Material mit Hilfe von Kanülen auf Pappe oder Kork gepinnt werden. Dadurch wird ein Verdrehen des Materials während der Fixierung verhindert und der Resektionsrand wird eindeutig beurteilbar.

<< Erfassung Einbettung >>